Content-Addressable Storage (CAS)
Speicher-Muster, bei dem der Inhaltshash die Adresse des Dokuments ist — identische Bytes liegen nur einmal auf der Platte, egal wie oft sie ankommen.
In einem klassischen Dateisystem hat jedes Dokument einen Pfad, der willkürlich ist. In Content-Addressable Storage ist die Adresse ein Hash über den Inhalt selbst (in RecordTailor: BLAKE3). Identische Bytes ergeben denselben Hash und teilen sich damit denselben Speicherplatz — ein Beleg, der fünfmal reinkommt, wird einmal gespeichert.
Der Effekt: Deduplikation ist eingebaut, nicht nachgeschaltet. Wachsende Bestände wachsen nur mit echtem Zuwachs an Inhalten, nicht mit dem Rauschen doppelt gescannter oder doppelt gemailter Belege. Für Archive mit langen Aufbewahrungsfristen und stark redundanten Belegströmen (Rechnungen, Verträge, Standard-Korrespondenz) ist der Speicherplatz-Gewinn erheblich.
Zusätzlich sorgt CAS für Manipulationssichtbarkeit auf Byte-Ebene: Ändert sich ein Byte, ändert sich der Hash und damit die Adresse — das alte Original bleibt erhalten. Zusammen mit der Audit-Hash-Chain ergibt sich eine doppelte Absicherung: Content und Ereignisse.